Mittwoch, 14. Dezember 2005

Einsatz der Hochwasserspenden

Die Anteilnahme und Hilfe der Menschen in Deutschland war und ist für die Hochwassergeschädigten in der Region zwischen Oderheiu Secuiesc und Cristuru Secuiesc überwältigend. Insgesamt wurden über Fehérlófia und die Rumänieninitiativgruppe Bautzen mehr als 13.000 Euro gespendet und den Verantwortlichen des Hochwasserausschusses übergeben. Die Menschen sind Ihnen dafür von Herzen dankbar. Eine Dokumentation, wie die Spenden konkret eingesetzt wurden, wird Anfang nächsten Jahres vorgelegt. Vorrangig wurden damit über den Hochwasserausschuss für die Familien Baumaterialien für Notreparaturen an den Häusern und Holz für den Winter angeschafft. Das war in der jetzigen Situation kurz vor dem Winter das Wichtigste.

Ende November gab es ein öffentliches Treffen, bei dem die bisherige Hilfe durch den Hochwasserausschuss bewertet und veröffentlicht wurde.

Anschließend wurde ein Dankgottesdienst gehalten und die Predigt wurde uns mitgegeben als Dank für alle Spender aus Deutschland.
Der Hochwasserauschuss sieht die momentane Situation positiv, denn die Lage der Menschen vor dem Winter ist geklärt. Sie haben alle ein Dach über dem Kopf. Es gibt genügend Lebensmittel, warme Bekleidung und auch Holz für den Winter. Manche Häuser wurden schon fertig gebaut, manche Familien haben noch kein Haus, aber sie können bei Verwandten oder Bekannten wohnen. Diese Häuser werden im Frühling weiter gebaut.

Die Mitglieder des Hochwasserausschusses haben aber außer der schnellen, momentanen Hilfeleistung vor dem Winter noch zwei andere Prioritäten genannt. Das eine ist die nachhaltige Hilfeleistung, die noch nicht geklärt ist. Im Frühling müssen die Menschen in den Dörfern anfangen, ihre Existenz neu aufzubauen. Es werden Tiere, landwirtschaftliche Geräte, Saatgut benötigt. Die Häuser müssen im Sommer, nach dem sie ausgetrocknet sind, neu verputzt und gestrichen werden. Wirtschaftsgebäude müssen neu gebaut werden. Das zweite ist die Bekämpfung der seelischen Schäden. Es wird darüber berichtet, dass vor allem die Kinder die traurigen Erlebnisse nicht aufarbeiten konnten. Es gibt Kinder, die plötzlich aufspringen und auf einmal in einen Angstzustand geraten.

Die katholische Kirche hat vor, Sommerlager für diese Kinder zu organisieren, wo sie die Möglichkeit bekommen, ihre Erlebnisse mit anderen zu besprechen und ihr Trauma und ihre Angstzustände zu mildern und aufzuheben.

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